Fearless
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Der Steuermann

Michiel Gooijer fühlte sich schon immer zu Dingen mit Geschichte hingezogen. Nicht zu Antiquitäten, sondern zu Werkzeugen, Motoren, Gegenständen, die einst einen Zweck hatten und nun darauf warten, dass ihnen jemand eine neue Aufgabe gibt.
Maschinen wie diese wurden nicht gebaut, um schön zu sein, sondern um zu lehren.
Michiel Gooijer

Die Stearman 75 hatte genau aus diesem Grund seine Aufmerksamkeit erregt. Als wichtigstes Schulflugzeug der 1930er und 40er Jahre bereitete sie Tausende von Piloten auf ihre ersten Flüge, ihre ersten Fehler und ihren ersten Mut vor. Sie erinnert uns daran, dass Ehrgeiz klein anfängt. Man springt nicht einfach in die Höhe, sondern erarbeitet sich alles durch Lernen. Dieser Gedanke prägte die Restaurierung ebenso wie die Mechanik.

Mut bedeutet nicht immer Risiko.
Manchmal sieht es nach Beständigkeit aus.

Der alte Trainer wird wieder eingesetzt.

Die Restaurierung einer Stearman ist keine glamouröse Angelegenheit. Es ist sorgfältige Arbeit. Schleifen, Stoff flicken, Streben ausrichten, Steuerkabel justieren – all das, was einst junge Piloten vor ihrer Unerfahrenheit bewahrte. Jedes Teil hat seine Geschichte. Man geht mit Geduld vor.

Die Fortschritte waren langsam. Manchmal hatte er das Gefühl, mehr Zeit in das Flugzeug als in sich selbst zu investieren. Aber die Stearman hatte schon so vielen anderen beigebracht, durchzuhalten; deshalb fand Michiel, dass sie im Gegenzug dieselbe Geduld verdiente.

Was Michiel an dem Flugzeug am meisten bewunderte, war nicht sein Alter, sondern sein Charakter. Die Stearman war weder schnell, noch elegant oder revolutionär. Sie war robust. Ehrlich. Berechenbar. Ein Schulflugzeug, das Männer in einen Himmel führte, in dem sie sich nicht sicher waren, ob sie dazugehörten, und ihnen half, daran zu glauben, dass sie es doch taten.

Lebenslanges Lernen.

Als Michiel sich dem Flugzeug näherte, war sein Alter unübersehbar. Der Stoff war dünn und abgenutzt, die Holzrippen verschlissen, die Metallteile durch jahrzehntelangen Stillstand stumpf. Doch nichts davon entmutigte ihn. Wenn eine Maschine so vielen Menschen ihren ersten Start ermöglicht hatte, gab man sie nicht so leicht auf.

Er respektierte die Geschichte der Stearman: robust gebaut, bewusst einfach, absichtlich fehlerverzeihend. Ein Flugzeug, das nicht beeindrucken, sondern lehren sollte.

Ich brauche keine Kleidung, um zu verändern, wer ich bin.
Ich brauche es einfach nur, damit es nicht aufgibt.

Endlich wieder in der Luft.

Als der Motor endlich aufheulte und die Maschine von der Startbahn abhob, war es kein dramatischer Moment. Es war ein ruhiger, gleichmäßiger Flug. Genau so, wie der alte Schuljet fliegen sollte. Keine Show, keine Heldentaten, einfach eine Maschine, die ihre Aufgabe erfüllte – und das wieder einmal hervorragend. In diesem Augenblick trafen die Geschichte der Stearman und Michiels Arbeit auf eine Weise aufeinander, die sich stimmig anfühlte. Eine wiedererlangte Vergangenheit. Ein neuer Sinn.

Michiel lässt sich nicht von großen Worten leiten. Ihn treibt die stille Disziplin an, Dinge gut zu machen und sie zu Ende zu bringen. Es ist diese beständige Art von Ehrgeiz; die Art, die aufbaut, repariert und voranbringt. Er lebt ein Leben, das auf Sinn und Zweck basiert, nicht auf Lärm.

Angetrieben von Beharrlichkeit.

Michiel legt Wert auf Vernünftiges. Auch auf Kleidung. United Icons zu tragen, fühlte sich für ihn ganz natürlich an: Kleidungsstücke, die nach denselben Prinzipien gefertigt wurden wie die Stearman: Langlebigkeit, Klarheit und eine unaufdringliche Selbstsicherheit.

Die Kleidung passt sich seinem Tag an. Sie ist nicht empfindlich. Sie verlangt keine Aufmerksamkeit. Sie erfüllt einfach ihren Zweck. Etwas, das Michiel sehr schätzt.